S.K.I.S.F / Shihan Koga 8. Dan

 

 SHOTOKAN KARATE-DO INTERNATIONAL SWISS FEDERATON

 

Alle Aktiven des S.K.I.S. kennen und bewundern unseren Chef-Trainer Koga Shihan, doch nur die wenigsten Kennen Rikuta Koga, die Person. Das Ziel der folgenden Zeilen soll sein, zusätzlich einige Facetten unseren Cheftrainers zu beleuchten.

Per Zufall kam Shihan Koga um 1960 das erste Mal mit Karate in Kontakt. Denn ganz zu Beginn seiner Ausbildung in Kanazawa-City (Japan) zum Industrie-Designer, gab es an seiner Universität Demonstrationen verschiedenster Sportarten, für welche sich die Studenten einschreiben konnten. Der junge R.Koga, den die Natur eher mit einer kleineren Körperstatur versah, war dermassen von der Karate Demonstration beeindruckt und fasziniert, dass er sich sofort für diese entschied.

Nur durch das tägliche, stundenlange und disziplinierte Karate Training avancierte er in nur zwei Jahren zum Kata-Spezialisten an seiner Universität. Bereits damals fand er in den Katas die Verschmelzung von geistiger Konzentration und körperlicher Anstrengung wie sie auch im beruflichen Alltag gefordert wird.

belt.jpg (4896 bytes) Bereits kurze Zeit später, ungefähr zweieinhalb Jahre nach seinem ersten Karate Training, durfte er sich zum ersten Mal seinen Karategi mit einem Schwarzgurt zuknoten. Zuvor hatte er bereits als Braungurt an Wettkämpfen etliche Schwarzgurtträger besiegt.

Nach Abschluss der Universität, seine Ausbildung dauerte 4 Jahre, gründete er als Ausgleich zu seinem Berufsleben und der Erhaltung seiner körperlichen Leistungsfähigkeit sein erstes eigenes Dojo. Es ist fast wahrscheinlich, dass der Grundstein für die Dojo-Kun Regeln von Koga Shihan in dieser Zeit gelegt wurde. Denn das Karate liess ihn nicht mehr los und daraus wurde die Karate-Do Philosophie.


Unermüdlich in seinem Streben nach Neuem wechselte R.Koga 1968 nach Hong-Kong wo er in seinem angestammten Beruf eine neue Herausforderung suchte und fand. Abends nach getaner Arbeit verschwand er im Keller seines Wohnhauses und trainierte. Bei seinem Training wurde er oft von seinen chinesischen Nachbarn beobachtet. Beeindruckt von seinem Können dauerte es nicht lange bis diese ihn baten, Ihnen die Kunst des Karate beizubringen. Aus dem Keller-Dojo entsprang kurz darauf die heute noch existierende Hong-Kong Shotokan Karate-Do Organisation. Dazumal stiess dieser Verband sogar auf das Interesse von Filmstars wie wie Bruce Lee und Chuck Norris.

Auf diese Zeit geht auch seine erste Begegnung mit Kancho Kanazawa zurück, der damals noch Cheftrainer des JKA (Japanese Karate Association) war. Durch das Zerwürfnis mit der JKA gründete Kancho Kanazawa 1974 seinen eigenen Verband, die Shotokan Karate-Do International Federation, mit Sitz in Tokio.

Es liegt in der menschlichen Natur sich an alles zu gewöhnen. Nur gibt es Menschen die etwas von ihrem Leben erwarten und sich gegen diese Gewohnheit stellen, wie R. Koga. Irgendwie fühlte er sich in Hong-Kong eingeengt. Wie gerufen kam damals die Einladung von einem Freund in die Schweiz zu reisen. Sofort wurden die Koffern gepackt und ein Flugzeit in Richtung Zürich bestiegen.

Angekommen in einem fremden Land, mit einer anderen Kultur, war es für ihn anfangs nicht einfach eine Anstellung als Designer zu finden. Dank dem kurzfristig eingeschalteten Studium an der Kunstgewerbeschule in Basel war es ihm möglich in der Schweiz zu bleiben. Und wiederum verging wenig Zeit bis die Leute auf seine Leidenschaft aufmerksam wurden und er gebeten wurde Karate in Basel, Lenzburg und Koblenz zu unterrichten.

Im Jahre 1976 kam für Ihn der definitive Durchbruch. Dank seinem unbestrittenen Können im Karate bekam er im Tessin die Möglichkeit seinen Lebensunterhalt als Professioneller Karate-Instruktor zu verdienen.

Mit dem Zusammenschluss der Clubs aus Locarno, Bellinzona und Aarau zum SHOTOKAN KARATE-DO INTERNATIONAL SWITZERLAND 1978 wurde der heutige nationale Verband gegründet, der sich sofort dem S.K.I.F. von Kancho Kanazawa anschloss, der heute in über 100 Nationen vertreten ist.

Seit dieser Zeit reist R. Koga durch die Schweiz und vermittelt sein Wissen und Können in unzähligen Kursen und Seminaren. Sein Wesen und seine Art ist überall beliebt und sein Können wird über die Landesgrenzen hinweg bewundert.

Er sucht im Karate sowie in seiner Freizeit die Harmonie von Körper und Geist. Er liebt das traditionelle Karate. Ein Karate das in seiner Ausübung weder Grenzen im Geschlecht noch im Alter hat. Nicht das Streben nach Medaillen in der Jugend, sondern das tägliche Training sind die Basis zur Formung des Charakters und Erhaltung der Gesundheit um der Vollkommenheit ein Stück näher zu kommen.